GWYNT und das Gleichgewicht zwischen Professionalisierung und Unternehmertum

Dirk Harm Eijssen gründete vor 15 Jahren zusammen mit seinem Geschäftspartner Joris van den Hurk das Beratungsunternehmen GWYNT, was keltisch für ‚frischer Wind‘ ist. Und genau das ist es, was sie tun: Sie bringen frischen Wind in (Familien-)Unternehmen, die sich verändern wollen oder müssen, und helfen den Eigentümern, ihre Träume zu verwirklichen, indem sie ihre Leistung nachhaltig verbessern. GWYNT besteht derzeit aus etwa 20 Mitarbeitern und ist damit das größte Beratungsunternehmen für Familienunternehmen in den Benelux-Ländern.

Ein frischer Wind kann Ihrem Unternehmen nie schaden. GWYNT wird jedoch hauptsächlich dann hinzugezogen, wenn wirklich etwas getan werden muss. Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen stagniert, schnell wächst oder gerade von der nächsten Generation übernommen wird. Wie gehen Sie also als Familie und Unternehmer damit um? Eijssen: „Wir wollen Unternehmen dabei helfen, den Wandel durch unsere inhaltliche Expertise und die Dynamik des Familienunternehmens zu realisieren. Wir verstehen die Branche und wissen, was vor sich geht: auf dem Markt und von der Geschäftsleitung bis hin zur Belegschaft.“

Unternehmerische Familienbetriebe als treibende Kraft

Obwohl GWYNT anfänglich auf alle unternehmerischen Unternehmen in den Bereichen Lebensmittel, Einzelhandel und Industrie abzielte, liegt der Schwerpunkt heute hauptsächlich auf Familien- und DGA-Unternehmen in diesen Branchen. „Von Anfang an haben wir gesagt: Wir wollen für Unternehmer arbeiten. Wir möchten das Gefühl haben, dass das Unternehmen mehr ist als etwas, in dem Manager Karriere machen. Etwas, in das sie ihre Leidenschaft, ihr Herz und ihre Seele stecken. “ Nach und nach beschäftigten sich Eijssen und Van den Hurk mehr und mehr mit dem Veränderungsmanagement, der Professionalisierung und der Aufrechterhaltung des Unternehmertums in bestimmten Familienunternehmen und der Rolle des externen Managements dabei. „Wir sahen in vielen Familienunternehmen, dass sie die Abläufe professionalisieren wollten und dabei Leute von außen einstellten, die im Nachhinein nicht immer gut in das Unternehmen passten.“ Als GWYNT zunehmend in die Welt der Familienunternehmen eintrat, wurde beschlossen, das Beratungsunternehmen für die größeren und ambitionierten Familien- und DGA-Unternehmen zu werden.

Neue Generationen stehen vor großen Problemen

Zu den wichtigsten Fragen und Themen, bei denen GWYNT zu Hilfe kommt, gehört, dass die neue Generation das Unternehmen von der vorherigen Generation übernimmt und es erfolgreich weiterführen möchte, gleichzeitig aber auch mit der Zeit geht, was Nachhaltigkeit und Digitalisierung angeht. Die Strategie wird geschärft oder manchmal sogar komplett überarbeitet, damit der Einstieg der neuen Generation mit ihren Zukunftsplänen und in einer sich schnell verändernden Welt übereinstimmt. Dies erfordert Entscheidungen im Unternehmen, die neben einer anderen Art von Organisation oft auch andere Menschen erfordern. „Wir treffen regelmäßig auf Unternehmen, die hauptsächlich aus der Intuition heraus geführt werden. Die Herausforderung besteht darin, das Unternehmen zusätzlich von Zielen und Objektivität her zu führen.“

Familienwerte schwer machen

Um frischen Wind in die Sache zu bringen, konzentriert sich der Vorstand vor allem auf die Strategie und die Kernfrage: ‚Was ist unsere DNA, was sind unsere Familienwerte und wie setzen wir das in konkrete Unternehmenswerte um?‘ Was die Familienwerte betrifft, so ist Eijssen etwas aufgefallen. „Jedes Familienunternehmen sagt, dass Familienwerte wichtig sind, aber wenn man sie dann fragt, was genau diese Familienwerte sind, schweigen sie oft. Familienwerte sind wichtig, aber machen Sie sie konkret und übersetzen Sie sie vor allem in Unternehmenswerte.“

Kürzlich erlebte Eijssen ein gutes Beispiel für Werte, die tatsächlich gefestigt werden. „Ein Eigentümer eines Unternehmens in der Lebensmittelbranche sagte mir, dass es ihm sehr wichtig ist, dass die Herkunft aller verwendeten Zutaten klar ist und dass er damit nicht feilscht. Wenn der Markt ihn zum Feilschen zwingt, wird er sein Unternehmen verkaufen. Ganz einfach, weil er nur ehrliche Produkte herstellen möchte. Das ist natürlich eine sehr klare Geschichte, die man mit den Leuten teilen muss, vom Management bis zur Fabrik.“

Langfristige Zukunft durch klare Ausrichtung

Familien und ihre Vorstände erklären oft, dass die Kontinuität des Unternehmens an erster Stelle steht, mit Aussagen wie: „Wir denken nicht in Jahren, sondern in Generationen“. „Das ist natürlich eine sehr schöne Prämisse, aber oft ist die Strategie zur Gewährleistung dieser Kontinuität nicht konkret genug.“ Gerade in diesen Zeiten der Unsicherheit, der Digitalisierung und des exponentiellen Wachstums ist es für Familienunternehmen wichtig, eine Strategie zu entwickeln und umzusetzen, die die Chancen auf Kontinuität maximiert.

Die Herausforderung: ein Gleichgewicht zwischen Professionalisierung und Unternehmertum finden

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Gleichgewicht zwischen Professionalisierung und gleichzeitigem unternehmerischen Handeln. „Wenn ein Unternehmen zu sehr in Richtung Professionalisierung geht, endet es in einem bürokratischen, prozessgesteuerten Unternehmen, was genau das ist, was Sie nicht wollen. Wenn man andererseits zu unternehmerisch vorgeht, sieht man oft, dass Unternehmen alle möglichen Ideen haben, die dann aber im Geschäft stecken bleiben. Oder dass es so viel Kraft und Energie kostet, dass sie es nicht rentabel machen können.“

GWYNT hilft dem Familienunternehmen, dieses Gleichgewicht zu finden und einen stabilen Kurs einzuschlagen. „Einen, in dem sich sowohl die Familie als auch das Unternehmen wiederfinden.“

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