Ende 2021 haben wir bei einer unserer Gamechangers-Veranstaltungen über die Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit nachgedacht: Wie können Sie nachhaltige Wirkung erzielen? Viele Lebensmittelunternehmen kämpfen mit einer Vielzahl kleinerer Initiativen, die einen Engpass bilden, um wirklich etwas zu bewirken. Gemeinsam mit GfK und Hessing sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Sie zunächst klare Prioritäten setzen müssen, wenn Sie Nachhaltigkeit zu einem Teil Ihrer Strategie machen wollen.
Nachhaltigkeit steht schon seit 50 Jahren auf der internationalen politischen Agenda, aber seit 2019 nimmt das Bewusstsein dafür rapide zu; unter anderem durch die Lancet-Studie, das Klimaabkommen und den europäischen Green Deal. Eine wichtige Entwicklung dabei ist, dass die Lebensmittelindustrie einen wichtigen Beitrag leisten kann.
Der Green Deal sieht zum Beispiel vor, dass Wirtschaftswachstum ohne die Erschöpfung von Rohstoffen erreicht werden kann. Das bedeutet, dass die europäische Ernährungssicherheit nur mit einem geringeren Umwelt- und Klima-Fußabdruck und einer größeren Widerstandsfähigkeit des Lebensmittelsystems erreicht werden kann.
Diese neue Realität verlangt von den Unternehmen, dass sie klare Entscheidungen treffen. Immer mehr Unternehmen nutzen die ‚Environmental, Social & Governance analysis‘ (= ESG), um ihre Nachhaltigkeit zu messen. Gwynt wollte wissen, welche Themen innerhalb dieser Politik für Unternehmen von zentraler Bedeutung sind und untersuchte die ESG-Berichte von 16 globalen Lebensmittelunternehmen. Dabei zeigte sich, dass CO2-Reduzierung, Gleichstellung der Geschlechter und Reduzierung des Wasserverbrauchs als höchste Prioritäten genannt werden.
Doch obwohl Nachhaltigkeit ganz oben auf der Tagesordnung steht, suchen viele Unternehmen noch immer nach der Umsetzung. In der Praxis erweist es sich als schwierig, angesichts des täglich wechselnden Drucks von Verbrauchern, Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und Kettenpartnern eine Richtung zu wählen. Außerdem gibt es noch viele Fragen zur wirtschaftlichen Machbarkeit und Messbarkeit vieler nachhaltiger Initiativen. Das ist verständlich, denn Nachhaltigkeit ist „neu“ und umfassend. Stakeholder und Kunden kommen mit unterschiedlichen Wünschen und die Bestimmung der richtigen KPI und deren Messung steckt noch in den Kinderschuhen. Außerdem ist die Zusammenarbeit in der Kette immer noch schwierig.
Bevor Sie also nach außen kommunizieren können, gibt es eine Menge Arbeit zu tun. Deshalb ist es wichtig, zunächst eine nachhaltige Roadmap für Ihr Unternehmen zu entwickeln, die auf den richtigen ESG-Zielen und den Auswirkungen auf Ihre Stakeholder basiert. Dieser kann dann in einen unterstützten und pragmatischen Aktionsplan umgesetzt werden, der für das Unternehmen geeignet ist.
Erkennbar? Zögern Sie nicht, nehmen Sie Kontakt auf und lassen Sie sich von Gwynt bei Ihrem nächsten Schritt beraten.



