In 5 Schritten zu einer kategorieorientierten Organisation

28 November 2017

28 November 2017

„Wir haben eine Abteilung für Category Management statt einer Einkaufsabteilung“, ist ein häufiger Ausruf von Einzelhändlern. In der Praxis scheinen viele Unternehmen den Schritt gemacht zu haben, ihre Einkäufer zu Category Managern zu machen, aber dabei bleiben sie oft stehen. Die Arbeitsmethoden, das Management, die Prozesse und die Denkweise des „alten“ Einkäufers sind immer noch festgenagelt. Dies führt zu einer Organisation, in der das Produkt und die Bedürfnisse des Kunden nicht im Mittelpunkt stehen und die Ergebnisse des Category Management hinterherhinken.

Die Frage lautet also: „Wie können Sie, Ihre Organisation, von einer beschaffungsorientierten zu einer kategorieorientierten Organisation werden?

Im Folgenden finden Sie 5 Schritte, die Ihrem Unternehmen dabei helfen und Ihre Käufer durch diesen organisatorischen Wandel führen:

1. Definieren Sie die Kategorie-Strategie

Management, wissen Sie, was Sie wirklich wollen? Wie ist Ihre Position auf dem Markt und wie kann das Category Management dazu beitragen? Wie soll das Category Management umgesetzt werden und wie passt es zur Unternehmensstrategie? Legen Sie auf dieser Grundlage die Ziele für die Kategorien fest, um der Abteilung für das Kategorienmanagement eine Richtung vorzugeben. Auf diese Weise ist die Abteilung besser in der Lage, gemeinsam mit der Kette Innovationen zu entwickeln und zu erkennen, wie der Kunde am besten bedient werden kann.

2. Richtung und Rahmen abstimmen

Die größten Fehler entstehen durch fehlende Orientierung und Rahmenbedingungen. Definieren Sie klare Rahmenbedingungen für Category Manager, um der Category Management Strategie mehr Tiefe zu verleihen. Dies gibt den Category Managern die Freiheit, ihre eigenen Rollen innerhalb des richtigen Unternehmensrahmens optimal auszufüllen. Denken Sie an klare Formelprinzipien, klare Rollen in den Kategorien, die Wahl der Vertriebskanäle und finanzielle Ziele für jede Kategorie. Indem man ihnen diese Freiheit gibt, entsteht Raum für unternehmungslustige Category Manager, die zur Vision und zur Marke des Unternehmens beitragen.

3. Rollen und Erwartungen verwalten

Ausgehend von der Strategie und den formulierten Rahmenbedingungen können die notwendigen Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Abteilung für das Category Management festgelegt werden. Aber aufgepasst! Halten Sie es einfach. Legen Sie fest, ob bestimmte Aktivitäten innerhalb des Category Management angesiedelt werden sollen oder beim Einkäufer verbleiben. Denken Sie zum Beispiel an Beschaffungsanalysen, die Festlegung von Strategien und deren Umsetzung. Werden zum Beispiel Merchandiser oder Planer benötigt, um die endgültigen Ziele zu erreichen? Oder sind dies Teile, die von den Category Managern perfekt erledigt werden können?
Vergessen Sie nicht, über die Zusammenarbeit mit internen Abteilungen, aber auch mit externen Parteien wie Lieferanten nachzudenken. Sind hier Anpassungen bei den Rollen und Verantwortlichkeiten erforderlich? Besprechen Sie dies gut, damit es nach der Implementierung keine Überraschungen gibt.

4. Prozesse zur Beschleunigung

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass im Rahmen des Category Management eine Reihe von Prozessen ordnungsgemäß und pünktlich ausgeführt werden müssen. Dabei handelt es sich um Prozesse, die oft verschiedene Abteilungen und Rollen innerhalb des Unternehmens betreffen, aber unter Zeitdruck stehen. Denken Sie zum Beispiel an den Promotionsprozess oder die Einführung einer neuen Produktreihe.
Legen Sie für diese Prozesse gemeinsam mit den Category Managern und den anderen beteiligten Abteilungen das Tempo und die Verantwortlichkeiten für jeden Prozessschritt fest. Besprechen Sie auch, welche Informationen benötigt werden und wer hier die Rolle des Vermittlers übernehmen könnte. Eine gute Abstimmung über die Geschwindigkeit und die Rollen/Verantwortlichkeiten pro Prozessschritt hält die Dynamik in diesen zeitkritischen Prozessen in Gang.

5. vergessen Sie das Change Management nicht!

Letztendlich sind es Ihre Mitarbeiter, die dies tun müssen, nicht die Prozesse, Rahmenwerke oder Rollen und Verantwortlichkeiten. Beziehen Sie also Ihre Mitarbeiter in diesen Wandel ein. Erklären Sie, warum dies für das Unternehmen wichtig ist und welche Rolle sie im Gesamtbild spielen. Machen Sie sie wichtig. Erklären Sie auch gut, welche Vorteile diese Veränderung mit sich bringen wird, aber verschweigen Sie auch nicht die negativen Folgen. Seien Sie ehrlich. Als Nächstes sollten Sie die Mitarbeiter über die Prozesse, die Arbeitsweise und die Art der Verwaltung informieren und schulen. Bereiten Sie sie auf eine neue Arbeitsweise vor, die den Aufbau interner und externer Beziehungen, eine wichtigere Rolle innerhalb des Unternehmens, die Verwaltung der Produktpalette und eine Schlüsselrolle in einer Pull-gesteuerten Organisation umfasst.

Was wird ein kategorieorientiertes Unternehmen leisten? Eine ganze Menge! Eine klare Kategorieausrichtung innerhalb der Organisation, wobei die Rahmenbedingungen eine unternehmerische Interpretation des Kategoriemanagements gewährleisten. Durch klare Vereinbarungen über Rollen und Zuständigkeiten können zeitkritische Prozesse schnell durch die Organisation laufen und optimal zur Gesamtgeschäftsstrategie beitragen. Wann fangen Sie an?

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Kontaktieren Sie Bas van Eekelen, Partner bei Gwynt.

b.vaneekelen@gwynt.eu